• #65 Absagen: Update | Was ist unser Fazit zum Chancen-Schaffen-Jahr?
    2026/01/05

    In 2025 haben wir uns vorgenommen, Chancen zu schaffen –also Kontakte zu knüpfen, an Wettbewerben teilzunehmen, sich auf Stipendien bewerben und alles, was uns sonst noch unter die Nase kommt. Und um das ganze ein wenig zu würzen haben wir gesagt, wer am Ende die meisten Absagen gesammelt hat, gewinnt.

    Wer wird das sein? Und was ist unser Fazit für das Jahr?Werden wir weitermachen? All das und mehr erfahrt ihr in der heutigen Folge.


    Die ersten drei Updatefolgen:

    » Folge 39: Update 1 » Folge 55: Update 2

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    24 分
  • #64 Zukunfts-Ich | Warum glauben wir, dass morgen alles anders wird?
    2025/12/29

    Morgen ist alles besser. Morgen stehe ich um 7 Uhr auf, mache Sport, ernähre mich gesund. Und ab morgen fange ich auch endlich dieses Projekt an, vor dem ich mich seit Monaten drücke. Und wenn ich schonmal dabei bin, dann kann ich in den Pausen auch gleich die ganze Wohnung aufräumen. Weil morgen der Tag gekommen ist, an dem ich ein besserer Mensch bin.

    Kommt euch das bekannt vor? Und, wie oft wart ihr am nächsten Tag der Mensch, den ihr euch in dieser Zukunftsversion ausgemalt habt? Ja, geht mir genauso.

    Und trotzdem, ich mache diese Pläne für mein Zukunfts-Ich immer und immer wieder. Aber warum? Warum erliegen wir immer wieder der Illusion, dass ab morgen alles besser wird? Können wir uns dazu bringen heute mit dem anzufangen, was wir für morgen versprechen?


    3 Punkte aus der Folge:

    1. Wir schieben die Verantwortung auf das Zukunfts-Ich, wenn wir uns nach Veränderung sehnen, uns aber nicht in der Lage sehen, sofort etwas zu verändern. Vielleicht sind wir erschöpft oder angeschlagen. Unser Zukunfts-Ich hat die aktuellen Probleme nicht, deswegen können wir es auf ein Podest heben und uns eine perfekte Version von uns ausmalen, die dazu in der Lage ist das zu machen, was wir gerade nicht können.
    2. Auch wenn wir immer wieder die Geschichten von dem einen Moment hören, der alles verändert hat, so funktioniert Veränderung in der Regel nicht. Es sind nicht die großen von-heute-auf-morgen-Sprünge oder die Mammut-Tage, die uns wachsen lassen, sondern die kleinen Momente und Schritte, die wir unaufgeregt jeden Tag gehen.
    3. Der Gedanke, dass ab morgen alles besser wird, entsteht aus Hoffnung und dem Wunsch, etwas zu verändern. Wenn wir stattdessen denken „das wird eh nichts“, dann gaben wir auf. Im Idealfall schaffen wir es, unsere Hoffnung zu bewahren, aber unser Zukunfts-Ich auch nicht mit unschaffbaren Aufgaben zu bombardieren, sondern ihm eine Chance zu geben, unsere Wünsche auch umzusetzen.


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    41 分
  • #63 Smalltalk | Warum ist die Frage "Wie geht es dir?" so schwer zu beantworten?
    2025/12/15

    Ach Mensch, du auch hier? Voll schön, dich zu sehen. Wie geht es dir denn? Willkommen beim Bunnybrains Podcast, wo wir über das Leben und Schreiben mit ADHS sprechen. Und über Small Talk. Zwar nur heute, aber dafür in paradoxer Tiefe. Wie stehen wir zu Small Talk? Wie beantwortet man die Frage „Wie geht es dir“ richtig? Welche Fragen kann man stattdessen stellen? Und wie kann man Small Talk so steuern, dass er einem vielleicht sogar Spaß macht? Über all das und mehr sprechen wir in der 63. Folge. Also komm rein, nimm einen Keks und eine unangenehme Sitzposition ein und lerne, wie man Small Talk nicht hält.


    #podcastüberadhs #autorinnenleben #smalltalk #lebenmitadhs


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    39 分
  • #62 Buchclub | Wie erzählt Richard Osman im „Donnerstagsmordclub“ stimmig aus mehreren Perspektiven?
    2025/12/08

    Wir haben den Donnerstagsmordclub von Richard Osman gelesen, den Auftakt zu einer Cosy Crime Reihe, an der man kaum mehr vorbeikommt. Wir wollten wissen, was so besonders an der Geschichte um vier ermittelnde Rentner:innen ist und ob wir uns der allgemeinen Begeisterung anschließen.

    Worum geht's? In der Seniorenresidenz Coopers Chase tagt wöchentlich der Donnerstagsmordclub, bestehend aus Geheimagentin Elizabeth, Psychiater Ibrahim, Gewerkschaftsführer Ron und Krankenschwester Joyce. Eigentlich bearbeiten sie ungelöste Mordfälle zum Spaß – aber dann passiert ein Mord direkt vor ihrer Haustür und natürlich lassen sie es sich nicht nehmen, sich ein bisschen einzumischen.

    Wie hat uns der Roman gefallen?

    • Richard Osman hat es geschafft, mit der Gruppe ermittelnder Rentner:innen eine Cosy Crime Reihe zu schreiben, die leicht und zugänglich ist und Humor hat, sich gleichzeitig aber auch traut sich tiefer mit verschiedenen Facetten des Themas Tod auseinanderzusetzen. Neben den liebenswürdigen und einprägsamen Charakteren war es das, was uns am meisten begeistert hat.
    • Durch die vielen Charaktere, Geschichten, Perspektiven und Red Herrings wird es mitunter allerdings auch ein wenig verwirrend. Die vielen Nebenstränge passen zum Roman und bauen eine runde und greifbare Welt auf, machen die Geschichte aber manchmal ein kleines bisschen langsatmig.
    • Der Roman wird aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Uns ist kaum eine Haupt- oder Nebenfigur eingefallen, die nicht an irgendeiner Stelle ein Perspektivkapitel bekommen hat. Deswegen hat die Erzählung, obwohl sie technisch im Ich- bzw. personalen Erzähler geschrieben ist, fast etwas Auktoriales. Wir bekommen dadurch das Gefühl, das hier wirklich eine Gruppe ermittelt und einen Einblick in die Gemeinschaft der Seniorenresidenz. Wir sehen: Hinter allen Figuren steckt eine Geschichte, niemand ist einfach nur Randfigur. Und dadurch stecken wir selbst mitten drin.

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    32 分
  • #61 Spaß am Schreiben (2) | Wieso macht Schreiben manchmal keinen Spaß und wie findet man den Spaß wieder?
    2025/12/01

    Schreiben macht Spaß. Darüber haben wir in der letzten Folge ausführlich gesprochen und ich war nach der Aufnahme richtig motiviert. Aber leider ist das nicht an allen Tagen so. Oft genug sitzen wir da und sind frustriert, der Text will nicht, wir haben keine Energie und überhaupt ist alles doof. In dieser Folge, Teil 2 zum Thema Spaß am Schreiben, sprechen wir deswegen über die Kehrseite. Warum macht Schreiben oft keinen Spaß, obwohl wir es doch freiwillig machen? Wieso verlieren wir den Spaß am Schreiben und wie können wir ihn zurückgewinnen?

    Drei Erkenntnisse aus der Folge:

    1. Sobald man nicht mehr nur für sich, sondern für ein potenzielles Publikum schreibt, macht das Schreiben nicht immer Spaß. Wenn ein Kapitel nicht so will wie wir, wenn Ängste sich breit machen, vor Kritik oder davor, dass das alles nirgendwo hinführt, dann muss man sich manchmal ganz schön zwingen, trotzdem dran zu bleiben. Das gehört dazu und durchhalten lohnt sich trotzdem. Nur wenn wir weitermachen, dann können sich auch die schönen Seiten des Schreibens wieder zeigen.
    2. In verschiedenen Situationen können verschiedene Dinge dafür sorgen, dass wir den Spaß am Schreiben verlieren oder wiederfinden. Ob es gerade Freiheit oder Deadlines sind, einfach weitermachen oder nochmal in die Planung des Textes gehen, das merkt man meistens nur durch Ausprobieren. Klar ist aber: Wenn es uns nicht gut geht, wir gestresst sind oder angeschlagen, dann macht auch das Schreiben in der Regel keinen Spaß. Wir sollten uns also immer gut um uns und unser Wohlbefinden kümmern.
    3. So langweilig es klingt: Routine kann dabei helfen, den Spaß am Schreiben wiederzufinden. Wenn wir tief in unseren Projekten drinstecken, Sicherheit in unseren Prozessen haben und wissen, dass wir uns selbst und unsere Romane ernst nehmen, dann fällt uns das Schreiben oft leichter. Und wenn Schreiben leicht ist, dann macht es am meisten Spaß!


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    39 分
  • #60 Spaß am Schreiben (1) | Wann hast du Spaß am Schreiben?
    2025/11/24

    Manchmal macht Schreiben keinen Spaß. Wir wissen das. Wir lamentieren oft genug darüber. Also warum quälen wir uns, warum schreiben wir überhaupt? Die Antwort ist, weil es uns hin und wieder tiefe Befriedigung gibt. Diese Folge soll uns – und euch – daran erinnern. Sie soll motivieren, erfreuen und den Funken wieder erwecken, wenn man gerade kurz davor ist, alles hinzuwerden und Llamazüchter zu werden. In Phasen des Frustes surfe ich oft im Internet rum, auf der Suche nach anderen Schriftsteller:innen, die mir Motivation schenken. Heute wollen wir diese Autorinnen sein.

    #autorinnenleben #autorinmitadhs #adhspodcast #schreibmotivation


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    36 分
  • #59 Medikamente | Welche Erfahrungen hast du mit ADHS Medikamenten gemacht?
    2025/11/17

    In dieser Folge berichten wir von unseren persönlichen Erfahrungen, welche Medikamente wir bereits genommen haben und wie wir die Wirkung erlebt haben.

    Sascha J. Dorn hat uns über Instagram kontaktiert und gebeten, eine Folge über unsere Erfahrungen mit ADHS-Medikamenten aufzunehmen. Da sie selbst ADHS hat und in ihrem Leben verschiedene Medikamente ausprobiert hat, haben wir sie kurzerhand in die Folge eingeladen und sind sehr glücklich darüber, dass sie der Einladung gefolgt ist.

    (PSST: Ihr könnt noch bis zum 20.11.2025 für ihren Hör-Adventskalender für Kinder ab 5 Jahren anmelden. https://saschajdorn.ch/adventskalender/ - Die Anmeldung ist kostenlos, aber eine Spende wird immer gerne gesehen. Und falls ihr es verpasst habt: nächstes Jahr gibt es einen Neuen. :))

    #adventskalender #podcastüberadhs #schreibenundadhs #autorinnenleben #adhsmedikamente


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    56 分
  • #58 Selbststrukturierung | Wann braucht es Nachsicht, wann Konsequenz?
    2025/11/03

    Wenn man ein Buch schreibt, dann sitzt einem am Anfang selten eine Agentur oder ein Verlag im Nacken. Niemand wartet auf das Buch, niemandem fällt auf, wenn wir einen Monat länger brauchen, als wir uns vorgenommen haben – oder auch ein Jahr, solange wir niemandem von unseren Plänen erzählen. Wir sind selbst dafür verantwortlich, dran zu bleiben, durchzuhalten, uns aber gleichzeitig auch nicht zu übernehmen und über unsere Kräfte zu gehen. Gerade mit ADHS ist das Thema Selbststrukturierung, wenn man von außen keine Vorgaben bekommt, schwierig. Wann sollten wir konsequent sein und auch Dinge tun, auf die wir gerade keine Lust haben, und wann ist es an der Zeit, nachsichtig zu sein und sich nicht dafür zu verurteilen, dass man etwas schon wieder nicht geschafft hat?

    Ein paar Gedanken aus der Folge:

    1. Sich selbst ohne äußeren Kontext zu organisieren ist schwierig. Das gilt nicht nur für Menschen mit ADHS, hier aber besonders. Eins der Probleme ist, dass externe Belohnung oder Bestrafung wegfallen. Es macht nichts, wenn man später anfängt oder Aufgaben gar nicht erfüllt. Wenn man seine Ziele nicht kommuniziert, dann fällt das nicht Nicht-Erreichen gar nicht auf. Außerdem ist eine Sache, Ziele zu setzen und Pläne zu machen, eine ganz andere, diese Pläne dann auch einzuhalten und die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.
    2. Die Balance zwischen Nachsicht und Konsequenz zu finden ist nicht leicht. Aber es gibt ein paar Punkte, an denen man ansetzen kann, um zu schauen, was momentan vielversprechender ist. Drücke ich mich davor, mich überhaupt erst an eine Aufgabe zu setzen, oder blockiere ich, wenn ich davorsitze? Verschiebe ich eine Aufgabe immer wieder oder habe ich an einem einzelnen Tag keine Motivation oder Kraft dafür? Wenn man ehrlich zu sich ist, dann erkennt man meistens, was man braucht.
    3. Nachsicht und Konsequenz sind keine Gegenteile, sondern erfüllen beide langfristig dieselbe Funktion. Nachsicht schützt uns davor, uns zu übernehmen und auszubrennen, Konsequenz sorgt dafür, dass wir unsere langfristigen Ziele erreichen. Beide schützen uns und unsere Ziele, das eine schützt vor Überlastung und das andere vor Orientierungsverlust. Und es ist möglich beides zugleich zu praktizieren.


    Annes YouTube-Kanal, auf dem ihr sie ab nächstem Jahr auf ihren Reisen als Autorin begleiten könnt: https://www.youtube.com/@anne.solveig.autorin


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