• #34 Selbstbewusstsein | Neigen wir als Autor:innen eher zu Selbstzweifeln oder zu Größenwahn?
    2025/03/24

    Das Bild von zweifelnden Autor:innen kennen wir alle. Seite um Seite wird geschrieben, um im Papierkorb zu landen, es wird munter mit den Größten des eigenen Genres verglichen und grübelnd nachts im Bett gelegen. Ich habe in diesem Podcast schon ziemlich oft von meinen eigenen Zweifeln gesprochen. Aber warum neigen wir als Autor:innen zu Selbstzweifeln? Sind die vielleicht sogar für etwas gut?

    Und auf der anderen Seite des Spektrums: Dürfen wir uns auch großartig fühlen? Glauben, dass wir richtig gut sind? Dass uns niemand das Wasser reichen kann? Über Momente von Größenwahn spricht niemand, aber gehört das nicht auch dazu? Was kann uns dieses Gefühl geben und wo ist es eher hinderlich?

    Über diesen Spagat zwischen Selbstzweifeln und Größenwahn sprechen wir in dieser Folge.


    Drei Gedanken aus der Folge:

    1. Wenn wir darüber sprechen, dass wir von uns, unseren Geschichten und unserem Talent überzeugt sind, dann ist das oft eher negativ behaftet. Worte wie Ego oder Größenwahn zeichnen ein bestimmtes Bild. Dabei ist es durchaus hilfreich, manchmal übertrieben positiv von sich zu denken und sich selbst für genial zu halten. Nicht die ganze Zeit, wie immer ist es eine Frage des Maßes, aber kurze Momente darf es im Prozess geben. Sie helfen uns dabei, überhaupt anzufangen und dann auch dran zu bleiben. Weil es geil ist, was wir tun.
    2. So unangenehm die Selbstzweifel auch sind – und wir haben viele Erklärungen, wo sie herkommen und warum sie nerven – auch sie helfen uns dabei, Autor:innen zu sein. Durch Zweifel lassen wir Kritik zu, können bei der Überarbeitung wirklich das Beste aus unseren Geschichten herausholen und geben uns nicht mit mittelmäßig zufrieden.
    3. Wir brauchen den Größenwahn um es überhaupt anzupacken, die Selbstzweifel um das Beste rauszuholen. Man könnte die beiden auch als inneren Visionär und inneren Kritiker betrachten, als unser Team in unserem Kopf, das uns dabei hilft, unsere Bücher zu schreiben. Beide sind Teil des kreativen Prozesses und dürfen sein, solange sie nicht vollständig das Ruder übernehmen.


    Du möchtest uns erreichen?

    » Instagram: @bunnybrains.podcast

    » E-Mail: hallo@bunnybrains.de

    » Website: www.bunnybrains.de


    Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?

    » Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains

    続きを読む 一部表示
    33 分
  • #33 Paradoxes ADHS | Wie lebt es sich zwischen so vielen Widersprüchen?
    2025/03/17

    Viele Menschen mit ADHS erleben sich in einem Spannungsfeld zwischen Widersprüchen. Auf der einen Seite können Sie sich nicht auf Dinge konzentrieren, die erledigt werden müssen, können aber auf der anderen Seite stundenlang ununterbrochen das eigene Hobby ausführen. Sie mögen Abenteuer und Gesellschaft, sind aber schnell Reizüberflutet und ziehen sich zurück. Das sind nur wenige Beispiele von vielen.

    In dieser Folge reden wir über die Erfahrungen mit diesen Paradoxen. Was sind typische Widersprüche bei ADHS und welche davon kennen wir von uns? Wie kann man diese Widersprüche erklären? Und was sind Schwierigkeiten und Chancen, die sich daraus ergeben?
    Du möchtest uns erreichen?
    » Instagram: @bunnybrains.podcast
    » E-Mail: hallo@bunnybrains.de
    » Website: www.bunnybrains.de
    Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?
    » Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains

    続きを読む 一部表示
    38 分
  • #32 Schnell- und Langsam-Schreiber | Welche Rolle spielt die Geschwindigkeit beim Schreiben?
    2025/03/10

    Wer sich in der Schreib-Bubble in den sozialen Medien aufhält sieht ständig Posts oder Stories, in denen Autor:innen davon sprechen, wie schnell sie schreiben. 10.000 Wörter an einem Tag, eine Rohfassung in zwei Wochen, die siebte Veröffentlichung in diesem Jahr. Auf der anderen Seite sieht man auch die Geschichten von denen, die seit 10 Jahren an ihrer Fantasy-Welt tüfteln und dafür Sprachen erfinden oder ihren Plot in 100 Seiten tiefster Detailarbeit ausarbeiten und sich dafür richtig Zeit nehmen. Beides sieht erstrebenswerter aus als die eigene Herangehensweise und schon sind wir am Zweifeln.

    Wir sprechen in dieser Folge darüber, was schnell- oder langsam-Schreiben eigentlich heißt und ob man sich bewusst für das eine oder andere entscheiden kann.

    Drei zentrale Aspekte:

    Ob man schnell oder langsam schreibt, also wie lange ein Manuskript braucht, um zustande zu kommen, hängt von mehreren Faktoren ab. Es ist ein bisschen eine Typfrage, aber auch solche Aspekte wie Zielsetzung, Anforderungen des Projekts, Genre oder Lebensumstände spielen mit hinein. Es gibt Methoden, die Schreibgeschwindigkeit zu ändern. Allerdings sollte man sich zuerst fragen, warum man das will. Gibt es gute Gründe, oder geht es einfach nur darum, dass andere es anders und vermeintlich besser machen? Zu unterscheiden, ob man langsam aber stetig vorankommt, oder prokrastiniert kann mitunter schwierig zu beantworten sein. Wenn es keinen messbaren Fortschritt gibt, man bestimmte Aufgaben immer weiter vor sich her schiebt, weil es „wichtigeres“ zu tun gibt oder man dazu neigt, spontanen Eingebungen für Aufgaben den Vorrang zu geben, dann lohnt es sich, mal genauer hinzusehen.


    Du möchtest uns erreichen?

    » Instagram: @bunnybrains.podcast

    » E-Mail: hallo@bunnybrains.de

    » Website: www.bunnybrains.de


    Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?

    » Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains

    続きを読む 一部表示
    34 分
  • #31 Autor:innen mit ADHS | Annika Bühnemann: Wie baut man sich mit undiagnosizierter ADHS eine Karriere auf?
    2025/03/03

    Um über unseren eigenen Tellerrand hinaus zu blicken haben wir in der heutigen Folge wieder einen Gast eingeladen.

    Annika Bühnemann spricht mit uns darüber, wie sie es geschafft hat, sich mit einer undiagnotizierten ADHS eine Karriere als Autorin und Coach aufzubauen.

    Annika schreibt in verschiedenen Genres, angefangen hat sie mit romantischen Komödien, im Moment verbringt sie ihre Zeit mit einer Cosy Crime Reihe. Viele Autor:innen kennen sie durch ihren Blog vomschreibenleben.de oder durch ihre Schreib- und Marketingkurse.

    Wenn man ihren Werdegang von außen verfolgt, dann wirkt das alles sehr gut strukturiert, geplant und erfolgreich. Wie es hinter den Kulissen aussieht, und wieso sie nach jahrelanger Introspektion jetzt eine ADHS-Diagnose bekommen hat, darüber hat sie sich mit uns unterhalten.


    Drei Gedanken aus der Folge:

    1. Schon vor ihrer Diagnose hat Annika angefangen, ihre Stärken zu nutzen und Dinge, die ihr schwer fallen, abzugeben. Gerade als Autor:innen haben wir einen unfairen Vorteil was z.B. unsere Fähigkeit angeht, Ideen zu produzieren, und den sollten wir nutzen. Warum auch nicht? Schließlich haben wir dafür an anderen Stellen Schwierigkeiten, die andere nicht haben. Und es spricht nichts dagegen, sich dafür Hilfe zu holen.
    2. Die Sache mit dem Selbstbewusstsein. Für viele Bunnybrains, inklusive mir, ist das ein schwieriges Thema, weil wir oft dazu neigen, nicht so viel Selbstbewusstsein zu haben und es immer allen recht machen zu wollen. Annika hatte irgendwann die Erkenntnis: Was ich mache wird nie alle zufrieden stellen, dann kann ich auch einfach machen was ich will. Und das ist eine ziemlich schlaue Erkenntnis um sich nicht mehr ständig selbst runterzumachen. Denn seien wir mal ehrlich: das bringt uns ja auch nicht weiter.
    3. Figuren entstehen nicht nur in denen, die sie schreiben, sondern auch in denen, die sie lesen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, wir haben schon öfter darüber gesprochen. Aber am Ende dieser Folge wurde es mal richtig deutlich, als wir über die Protagonistin Kea aus Annikas Cosy Crime Reihe Morde mit Meerblick gesprochen haben. Wie Annika meinte: Kea ist für jeden die, die er braucht.


    Mehr über Annika Bühnemann und ihre Angebote und Bücher findest du hier:

    » Instagram: @annikabuehnemann und @valerienordmann

    » Website: https://annikabuehnemann.de und https://www.vomschreibenleben.de


    Du möchtest uns erreichen?

    » Instagram: @bunnybrains.podcast

    » E-Mail: hallo@bunnybrains.de

    » Website: www.bunnybrains.de


    Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?

    » Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains

    続きを読む 一部表示
    58 分
  • #30 Buchclub | Wie setzt Marian Keyes Klischees in "Mittelgroßes Superglück" ein?
    2025/02/24

    Wir haben wieder einmal ein Buch zusammen gelesen. Für diese Folge haben wir uns in ein Genre vorgewagt, das wir beide nicht so viel lesen: Romance.

    Mittelgroßes Superglück, das Buch, das wir von ihr gelesen haben, handelt von Stella, die an einem seltenen Syndrom erkrankt und monatelang komplett gelähmt im Krankenhaus liegt. Nur ihre Augenlider kann sie noch bewegen. Durch Zwinkern kann sie sich verständlich machen, aber der Einzige, der sie dabei wirklich versteht ist ihr Neurologe Mannix. Und mit dem entsteht im Krankenhaus eine intime Verbindung.

    Die Geschichte zeigt Stellas Weg vom Moment der Erkrankung über ihre Heilung und den Erfolg ihres Buches mit Lebensweisheiten, das sie ohne es zu wissen durch das Zwinkern geschrieben hat. Es beleuchtet ihr Verhältnis zu ihrer Familie, ihrem Ex-Mann, ihren Kindern, zu Mannix und den Menschen, die sie während ihres Bucherfolgs kennenlernt.

    Wie immer gilt: Spoileralarm. Wir sprechen über das Buch in seiner Gesamtheit und dabei gehen wir auch auf das Ende ein.


    Drei Gedanken aus der Folge:

    1. Marian Keyes schafft es, schwere Themen in leichter Unterhaltung zu verpacken. Die Protagonistin ist witzig ohne dabei gekünstelt zu wirken. Auch die anderen Figuren sind so gezeichnet, dass sie spezifisch und speziell sind, sich ihre Macken und Eigenheiten aber aus ihrer Rolle im Roman und ihrer Geschichte ergeben.
    2. Über die Verwendung der verschiedenen Zeitebenen waren wir uns nicht einig. Woran man mal wieder sieht, dass alles Geschmackssache ist. Was für die eine eine willkommene Abwechslung war, die für Spannung gesorgt hat, war für die andere verwirrend und hat im Lesefluss gestört.
    3. Geschichten brauchen Stereotype und bekannte Elemente. Ganz ohne kommen wir nicht aus, weil wir als Autor:innen sonst alles erklären müssten. Aus der Nutzung von Bekanntem ergibt sich Sicherheit. Man muss allerdings aufpassen, dass man es nicht übertreibt und trotzdem sensibel mit bestimmten Themen umgeht.


    Du möchtest uns erreichen?

    » Instagram: @bunnybrains.podcast

    » E-Mail: hallo@bunnybrains.de

    » Website: www.bunnybrains.de


    Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?

    » Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains

    続きを読む 一部表示
    31 分
  • #29 Kurzgeschichten | Was macht eine (gute) Kurzgeschichte aus?
    2025/02/17

    Eine Kurzgeschichte ist nicht einfach nur eine „kurze“ Geschichte. Es ist eine Erzählung, ein Moment, eine Idee komprimiert auf engstem Raum. Jedes Wort muss sitzen, jeder Gedanke singen, jeder Charakter seine Rolle erfüllen. Im Gegensatz zum ersten Eindruck ist das garnicht so leicht, sondern eine ziemliche Herausforderung – und es gibt tausend verschiedene Arten und Wege, eine solche Geschichte zu schreiben.
    Du möchtest uns erreichen?
    » Instagram: @bunnybrains.podcast
    » E-Mail: hallo@bunnybrains.de
    » Website: www.bunnybrains.de
    Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?
    » Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains

    続きを読む 一部表示
    32 分
  • #28 Oversharing | Wann zeigt man zu viel von sich?
    2025/02/10

    Dieser Podcast ist ein eher persönliches Format. Wir sind keine Expertinnen fürs Schreiben oder ADHS sondern erzählen davon, was wir über bestimmte Themen gelernt haben und wie es uns damit geht. Manchmal taucht nach der Aufnahme das Gefühl auf, vielleicht zu viel erzählt zu haben. Und das ist bei ADHS gar nicht ungewöhnlich, weil wir dazu neigen manchmal ein bisschen zu viel von uns zu zeigen.

    Deswegen sprechen wir heute über das Thema Oversharing. Wie viel sollte man von sich zeigen? Was sind postive und negative Effekte davon, persönliche Einblicke zu geben? Und wie geht man mit den unangenehmen Gefühlen um, die entstehen können, wenn man zu viel erzählt hat?


    Die wichtigsten Aspekte:

    Die Frage wie viel man von sich zeigen darf und wann es Oversharing ist, hat nicht nur etwas mit dem eigenen Empfinden zu tun, sondern auch mit dem Gegenüber. Nur weil man sehr tiefe, persönliche Einblicke gibt, muss das noch nicht Oversharing sein, wenn beide sich damit wohlfühlen. Außerdem ist es auch eine Frage von Kultur, Beziehungsstatus und Kontext. Wenn wir online viel von uns zeigen ist das manchmal schwierig einzuschätzen, weil wir die Reaktion des Empfängers nicht immer direkt sehen können. Es gibt positive und negative Aspekte davon, viel von sich zu zeigen. Die Frage ist vor allem, womit man sich selbst wohl fühlt und wie groß die Komfortzone ist. Einblicke zu geben stärkt zum Beispiel Verbindungen und Empathie, kann aber auch zu erhöhter Verletzlichkeit oder Missverständnissen führen. Das Gefühl zu viel gesagt zu haben und es nicht mehr zurücknehmen zu können, kann unangenehm sein. Da hilft es manchmal mit einer vertrauten Person zu sprechen, um die Dinge richtig einzuordnen. War es wirklich zu viel? Und wenn ja, was kann ich in Zukunft anders machen?


    Du möchtest uns erreichen?

    » Instagram: @bunnybrains.podcast

    » E-Mail: hallo@bunnybrains.de

    » Website: www.bunnybrains.de


    Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?

    » Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains

    続きを読む 一部表示
    37 分
  • #27 Grenzen | Was sind Grenzen und wie kann man sie setzen?
    2025/02/03

    Von vielen Seiten wird man heute dazu angehalten, dass es wichtig ist, Grenzen zu setzen. Doch fällt es dem Laien mitunter schwer, zu definieren, was eine Grenze genau ist – und was sie nicht ist. Manche sagen, Grenzen wären egoistisch und unrealistisch, andere sagen Grenzen sind unabdingbar, wenn wir als Menschen gemeinsam leben und erfolgreich etwas aufbauen wollen.

    Wir versuchen in dieser Folge zu umreißen, wie wir eine gesunde Grenze verstehen und in unseren Augen keine Grenze ist. Auch sprechen wir darüber, warum es wichtig ist, Grenzen zu setzen, wie man dabei vorgeht, und wie man mit den Reaktionen seines Gegenübers (z.B. Wut, Enttäuschung, Grenzüberschreitung) umgeht.
    Du möchtest uns erreichen?
    » Instagram: @bunnybrains.podcast
    » E-Mail: hallo@bunnybrains.de
    » Website: www.bunnybrains.de
    Du möchtest uns einen Kaffee spendieren?
    » Ko-Fi: ko-fi.com/bunnybrains

    続きを読む 一部表示
    41 分