• #73 Juryarbeit | Was können wir als Autor:innen aus der Arbeit einer Buchjury lernen?
    2026/03/09

    Die heutige Folge weicht vom Format her ein wenig vonunseren anderen Folgen ab. Das liegt daran, dass es kein freies Gespräch ist, sondern ein Interview.

    Wie ihr euch vielleicht erinnert, hatte ich vor zwei Wochen bereits Ela und Anne zu Gast, in deren Anthologie ich eine Kurzgeschichte veröffentlichen durfte. Damals habe ich als Teilnehmerin gespannt von außen auf den Prozess geschaut, wie man aus einer Menge an Texten die passenden auswählt. In dieser Folge erzähle ich von meinen Erfahrungen auf deranderen Seite – als Jurymitglied eines Buchpreises.

    Der Wortwelten Buchpreis wurde im Rahmen der gleichnamigen Buchmesse in Münster im November 2025 verliehen. Dafür habe ich (Erina) als Jurorin viele verschiedene Texte gelesen, manche nur in Teilen, manche ganz, und mir ist aufgefallen, dass mir einige wesentlich besser gefallen haben als andere. Obwohl wir ein vorgegebenes Punktesystem hatten, habe ich mich gefragt, was meine persönlichen Bewertungskriterien sind und wie konkret sie sich äußern.Ein wichtiger Punkt – wie ihr noch öfter hören werdet – ist die Immersion – also wie sehr die Geschichte mich einnimmt und vergessen lässt, dass ich eine Geschichte lese. Zu dem Thema wird es auch noch eine eigenständige Folge geben.

    Welche Elemente haben gut funktioniert, welche weniger gut? Was hätten einige Texte besser machen können? Was haben andere besonders gut gemacht? Was können wir als Autorinnen von diesen Erfahrungen für unser eigenesSchreiben lernen?

    Bücher:» Welcome to my Ghost World vonCatherine Strefford

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    35 分
  • #72 Gamification | Kann man aus dem Leben mit ADHS ein Spiel machen?
    2026/02/23

    Ich liebe kleine Spiele. Manchmal ein bisschen zu sehr. Ich kann stundenlang Tetris spielen und mich an meinem eigenen Highscore messen. Aber man kann diese Affinität ja auch für seine Zwecke nutzen. Stichwort: Gamification.

    Wenn eine Aufgabe zu langweilig ist, dann machen wir ein Spiel draus. Sticker kleben, Wettbewerbe, lustige Apps mit bunten Bäumen, auszubrütenden Eiern oder rennenden Zombies. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich das Leben ein bisschen spielerischer zu gestalten.

    Deswegen reden wir in dieser Folge darüber, warum das funktioniert, was wir schon ausprobiert haben und was für Gefahren dabei bestehen können.


    3 Punkte aus der Folge:

    1. Gamification kann langweilige oder auch langwierige Aufgaben spannender machen. Dabei gibt es verschiedene Mechanismen. Manche Gamification-Ansätze nehmen einem Entscheidungen ab, andere machen Fortschritt sichtbar oder arbeiten mit Belohnungen und kurzer Feedback-Schleife. Meistens funktionieren die Methoden aber leider nur für eine Weile, bevor sie dem ADHS-Gehirn langweilig werden.
    2. Wir haben schon eine ganze Menge Gamification Ansätze ausprobiert. Von Apps über Wettbewerbe und Challenges bis hin zu selbst gebauten Systemen. Es kann helfen, dem Dopamin zeitweise ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Es gibt diverse Angebote und Möglichkeiten, die unterschiedlich lange Wirkung zeigen.
    3. Man sollte sich nicht zu sehr auf Gamification verlassen, um sein Leben in den Griff zu kriegen. Es ist ein hilfreicher Ansatz, aber auch nicht ohne Schwierigkeiten. Manchmal vergessen wir zum Beispiel, um was es eigentlich geht und spielen nur noch das Spiel. Dann verlieren wir den Kontakt zu unseren Projekten, geben beim ersten Hindernis auf oder biegen alles so hin, dass es zum Gamification-Ansatz passt.


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    34 分
  • #71 Anthologie | Welche Arbeitsschritte stecken hinter der Veröffentlichung einer Kurzgeschichtensammlung? (Mit Ela Bellcut und Anne Danck)
    2026/02/16

    Heute geht es um etwas völlig anderes. Im letzten Jahr habeich – Erina – die große Ehre und Freude gehabt, dass meine Kurzgeschichte für eine Anthologie ausgewählt und veröffentlicht wurde. Das Buch trägt den Titel „Eine Schnurrhaarspitze voll Magie“ und wurde von den Fantasy-Autorinnen Ela Bellcut und Anne Danck im Selfpublishing herausgegeben. Ela ist gelernte Fotografin und, wie sie selbst sagt, „ein laufendes kreatives Chaos“, Anne dagegen ist promovierte Verhaltensbiologin. Die beiden sind sich 2017 auf der BuchBerlin über den Weg gelaufen und es war Synergie auf den ersten Blick.

    Ich habe die beiden im Rahmen mehrerer Buchmessen persönlich kennenlernen dürfen. Und nachdem sie mir immer mal wieder kleine Anekdoten zum Veröffentlichungsprozess erzählt haben, wollte ich unbedingt mehr erfahren.Deswegen habe ich die beiden zu einem Gespräch eingeladen.

    Wir sprechen unter anderem darüber, wie die Ausschreibungzustande kam, welche Schritte bei der Veröffentlichung eines solchen Buches überhaupt durchlaufen werden und was die beiden aus dem Projekt mitgenommen haben.

    (PSST: Es gibt noch Exemplare zu kaufen. Der Gewinn geht zugleichen Teilen an das Tierheim Berlin & das Franziskus Tierheim Hamburg.)

    Bücher:

    » Spendenanthologie: "Eine Schnurrhaarspitze vollMagie": Alle Verkaufsstellen sind zu finden aufhttps://elabellcut.de/spendenanthologie-eine-schnurrhaarspitze-voll-magie/

    » Anthologie: "Charlies Mutmach-Geschichten":https://www.amazon.de/Charlies-Mutmach-Geschichten-Jugendliche-Alex-Planet/dp/3756818721

    Unsere Gäste

    » Website von Ela Bellcut: https://elabellcut.de/ |@ela.bellcut

    » Website von Anne Danck: https://annedanck.de/ | @annedanck

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    46 分
  • #70 Therapeutisches Schreiben | Wie hilft man sich durch kreatives Schreiben selbst?
    2026/02/09

    Gerade unter Autor:innen wird Schreiben häufig mit einemgewissen Leistungsgedanken gleichgesetzt. Wir wollen Geschichten schreiben, die anderen gefallen und diese womöglich auch veröffentlichen – und sobald andere Menschen involviert sind, braucht man Zeitpläne, Fortschritt und ein wenig Zielgerichtetheit.

    Was wir dabei manchmal vergessen ist, dass Schreiben auchein Selbstzweck sein kann. Manchmal wird es als therapeutisches Mittel eingesetzt. Es kann dabei helfen, die Gedanken zu ordnen, Emotionen zu verarbeiten, Situationen zu verstehen und mit Krisen umzugehen. Dabei geht es nicht um das Endprodukt, sondern um den Prozess und das, was währenddessen im schreibenden Menschen vor sich geht.

    In dieser Folge sprechen wir über unsere persönlichenErfahrungen mit dem Thema. Wie genau kann das kreative Schreiben bei der Selbstheilung oder Selbstfürsorge helfen? Was bedeutet „kreatives Schreiben“ überhaupt? Welche verschiedenen Methoden und Prompts kennen wir?


    Ehe wir in die Folge starten, noch ein kleiner Disclaimer:Wir sind keine ausgebildeten Therapeutinnen, Psychologinnen oder Ärztinnen. Alles, was wir hier austauschen, sind unsere eigenen Ansichten, Erfahrungen und das, was wir zu dem Thema recherchiert haben. Die Methoden, über die wir in dieser Folge reden, dienen der Selbstfürsorge, aber sie ersetzen im Ernstfall keineTherapie. Solltest du Hilfe benötigen such dir bitte professionelle Unterstützung.


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    36 分
  • #69 Buchclub | Wie funktionieren die weiblichen Figuren in Terry Pratchetts "The Wee Free Men"?
    2026/02/02

    Dies ist der zweite Versuch von mir (Erina), die liebe Anne von dem Genie Terry Pratchetts zu überzeugen. Wir haben bereits Alles Sense (Reaper Man) zusammen gelesen und zugegeben, das Buch wirft einen tief, tief in die Scheibenwelt hinein. Vielleicht ein wenig überfordernd als Einstieg. Deswegen versuchen wir es jetzt noch einmal – mit The Wee Free Men (Kleine freie Männer). Wir werden aus der Autorinnen- und Leserinnensichtweise darüber diskutieren, was funktioniert oder nicht funktioniert – und warum das so ist. Außerdem reden wir darüber, ob und wie es Terry Pratchett gelingt, weibliche Charaktere zu schreiben.


    Verweis auf andere Folgen:

    » Folge #20: Terry Pratchett - Reaper Man (Alles Sense)


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  • #68 Hyperfokus | Heiliger Grahl oder notwendiges Übel?
    2026/01/26

    Wenn ihr den Podcast schon länger hört, dann wisst ihr vielleicht schon, dass ich (Anne) nicht der größte Fan von Hyperfokus bin. Ich mag es nicht, wie ich mich dabei und danach fühle.

    Viele beschreiben den Hyperfokus aber als eine Art Superkraft von ADHS. In einer der Folgen zum Thema Spaß am Schreiben haben wir kurz über Flow und Hyperfokus gesprochen und ich habe gemerkt, dass ich die beiden in einen Topf werfe.

    Deswegen machen wir heute mal eine ganze Folge zum Thema und schauen uns an was der Unterschied zwischen Hyperfokus und Flow ist, und wie wir Hyperfokus erleben.

    3 Punkte aus der Folge:

    1. Hyperfokus und Flow unterscheiden sich in mehreren Aspekten. Ein wichtiger Unterschied ist die Freiwilligkeit. Während ein Flow-Zustand unter den richtigen Voraussetzungen begünstigt und auf eine bestimmte Sache ausgerichtet werden kann, ist Hyperfokus wie Lotto spielen. Man weiß nie, woran sich das Gehirn festbeißt und oft ist es etwas, das uns nicht weiterbringt. Auch das Empfinden des Zustands unterscheidet sich. Aus einem Flow-Zustand geht man erfüllt hervor, Hyperfokus fühlt sich eher angespannt und getrieben an.
    2. Hyperfokus wird häufig als Superkraft dargestellt. Wenn man von außen drauf guckt, dann ist es erstaunlich, was in einer Hyperfokus-Phase alles erreicht werden kann, wenn sie mal in die richtige Richtung geht. Von außen sieht man allerdings auch nur den Output, nicht die Kosten.
    3. Hyperfokus ist nicht steuerbar, aber es gibt durchaus ein paar Stellschrauben, an denen wir drehen können. Wecker stellen, Ablenkungen minimieren, die Selbstversorgung erleichtern – das sind Dinge, die den Hyperfokus angenehmer machen können. Aber auch so etwas wie Co-Working oder Accountability-Gruppen können helfen. Wenn man aus dem Hyperfokus raus möchte hilft es, den Ort des Geschehens zu verlassen und einen körperlichen Reiz zu setzen, also spazieren zu gehen oder kalt zu duschen.


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  • #67 Selbstwirksamkeit | Kann man sich zum Erfolg denken?
    2026/01/19

    In der letzten Folge haben wir über das Thema „Selbstverwirklichung“ gesprochen. Das Bedürfnis, sich selbst zu entfalten, sichtbar zu machen, die eigenen Vorstellungen und Wünsche in die Tat umzusetzen.

    Doch dieses umzusetzen ist mitunter garnicht so leicht.

    Wer noch nie die Erfahrung gemacht hat, dass das eigene Handeln Erfolge erzielt, ist vielleicht von vornerein demotiviert, es überhaupt zu versuchen.

    Anne und ich haben in diesem Bereich unsere Schwierigkeiten, wir zerdenken vieles und haben Angst,Dinge anzufangen, weil wir zu oft erlebt haben, dass wir sie nicht umsetzen.Ganz anders ist das bei Mario, einem guten Freund von mir. Wir kennen uns seit dem Kindergarten und sind eng befreundet, seit wir 17 Jahre alt sind. Er ist Lehrer in Nordrhein-Westfalen, hat vor kurzem seine ADHS Diagnose bekommen und als sein Therapeut ihn fragte, was er als seine „Superpower“ bezeichnen würde, hat Mario gesagt: „Ich kann mich zu 100% darauf verlassen, dass ich alles, was ich mir vornehme, auch umsetze.“

    In dieser Folge sprechen wir über unsere persönlichenErfahrungen mit dem Thema. Was geht in unseren Köpfen vor, wenn wir uns etwas vornehmen? Welche Erfahrungen haben wir gemacht? Was macht jeder von uns anders? Es gibt hier kein richtig oder falsch, keine zehn-Punkte Anleitung fürmehr Selbstwirksamkeit – einfach nur drei Perspektiven.

    Links aus der Folge:

    » Mario bei Green Day (ab ca. 3:55)

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    46 分
  • #66 Selbstverwirklichung | Ist es ein Grundbedürfnis sein Leben zu gestalten?
    2026/01/12

    In der Maslowschen Bedürfnishierarchie lungert oben eine kleine Idee namens „Selbstverwirklichung.“ Wenn alle anderen menschlichen Bedürfnisse erfüllt sind, wird irgendwann der Wunsch nach einem Ausdruck der inneren Wirklichkeit und der Gestaltung des eigenen Lebens laut. Doch was genau heißt es, das eigene Leben zu gestalten? Handelt es sich dabei wirklich um ein menschliches Grundbedürfnis oder um ein Phänomen unserer modernenGesellschaft? Und was sind die Herausforderungen, die einem begegnen, wenn man sich zum ersten Mal damit auseinandersetzt?

    Über das und mehr reden wir in der heutigen Folge.

    Noch ein Hinweis: Wir sprechen in der Folge oft von „Selbstwirksamkeit“. Das war der ursprüngliche Titel, jedochhaben wir im Nachhinein noch eine andere Folge aufgenommen, zu der dieser Begriff wesentlich besser passt. Deswegen haben wir ihn hier nachträglich geändert.


    Erwähnte Folgen:» #11: Opferhaltung mit ADHS | Wer trägt die Schuld?


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