エピソード

  • Unheimliche KI
    2026/03/24

    Angst vor menschlichen Computern

    Als Masahiro Mori 1970 das "Uncanny Valley" - das unheimliche Tal - beschrieb, konnte er die heutigen Sprünge der Künstlichen Intelligenz kaum absehen. Der japanische Robotiker beobachtete damals einen paradoxen Effekt: Je menschenähnlicher eine technische Nachbildung wirkt, desto größer wird zunächst unsere Sympathie und unser Vertrauen. Doch kurz bevor die Ähnlichkeit perfekt scheint, kippt die Reaktion: kleine Abweichungen lösen plötzlich ein starkes Unbehagen aus. In Zeiten der Künstlichen Intelligenz bekommt das Phänomen neue Dimensionen: KI erzeugt heute Bilder, Stimmen und Musik, die immer mehr mit der Realität verwechselt werden. Und doch bleiben in den Halluzinationen und latenten Räumen der neuen Technologie weiterhin seltsame Bruchstellen und unheimliche Täler. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 24. 03. 2026.

    Gestaltung: Kaspar Arens

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  • Dreckige Geschäfte
    2026/03/23

    Die Türkei: Europas Mülldeponie

    Seitdem China und Indien, einstige Hauptabnehmer europäischen Mülls, Importstopps verhängt haben, ist die Türkei zum wichtigsten Ziel dieser Abfallströme geworden. Hunderttausende Tonnen Plastik, Papier und Metall werden in die Häfen im Südosten des Landes verschifft, um dort - offiziell - weiterverarbeitet zu werden. Die importierten Materialien gelten als recycelbare Wertstoffe, sind in der Realität jedoch oft verunreinigt und kaum verwertbar. Ein Großteil landet illegal in Naturgebieten oder wird verbrannt, mit gravierenden Folgen: Luft- und Wasserverschmutzung, Ernteausfälle und gesundheitliche Schäden für die lokale Bevölkerung. Während Zwischenhändler hohe Gewinne erzielen, bedrohen sinkende Wertstoffpreise die Lebensgrundlage vieler Menschen, die mit dem Sammeln von Recyclingmaterialien ihr Leben finanzieren. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 23. 03. 2026.

    Gestaltung: Anika Haider

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    25 分
  • Bär gegen Wolf
    2026/03/19

    Tiere im Hetztheater

    Im 18. Jahrhundert war das "k.k. priv. Hetzamphitheater unter den Weißgerbern" das größte Theater Wiens. Jede Woche fanden dort blutig inszenierte Tierkämpfe vor bis zu dreitausend Zuschauern statt. Unzählige Bären, Wölfe, Ochsen, Hunde, Katzen und Affen, die aufeinander losgelassen wurden, fielen über Jahrzehnte der Schau- und Sensationslust zum Opfer. Die Tradition derartiger Tierkämpfe reicht bis in die Antike zurück. Das erste Hetztheater im frühneuzeitlichen Europa entstand Mitte des 16. Jhs. in London; im 18. Jh. finden sich derartige Etablissements in vielen europäischen Städten, mehrere davon auch in Wien. Erst als in der Aufklärung die Kritik an diesen grausigen Spektakeln immer lauter und auch Tiere immer mehr als leidensfähige Wesen betrachtet wurden, fanden die Hetztheater ein Ende. (Wh. v. 20. 01. 2025) - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 19. 03. 2026.

    Gestaltung: Sabrina Adlbrecht

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  • Wie legitim ist Luddismus?
    2026/03/18

    Vom Maschinensturm zur KI-Kritik

    Der Luddismus entstand 1811 in Nottingham, im darauffolgenden Jahr verbreitete sie sich über ganz England. Bei ihren Protesten zerstörten die Ludditen zahlreiche Woll- und Baumwollspinnereien, da die neuen Maschinen den Einsatz ihrer Arbeitskraft überflüssig gemacht hatten. Linke wie rechte Strömungen gingen mit ihrer Ideologie hart ins Gericht: Vertreter des Liberalismus und später der Sozialdemokratie und des Leninismus verurteilten die Ludditen als reaktionär und technikfeindlich. Im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz und dem Eindringen der Digitalisierung in sämtliche Lebensbereiche stellen sich Fragen der Ludditen aufs Neue: Sind manche Erfindungen und technische Neuerungen per se demokratiegefährdend oder kommt es nur auf ihren richtigen Einsatz an? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 18. 03. 2026.

    Gestaltung: Alexander Behr

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  • Parasomnien: Wenn der Schlaf verrücktspielt
    2026/03/17

    Ein LKW-Fahrer, der nachts mit seinem tonnenschweren Fahrzeug über die Autobahn brettert und sich danach an nichts erinnern kann; ebenso wie der Mann, der im Schlaf sexuell übergriffig wird oder die Frau, die im Bett unbewusst wilde Tanzbewegungen macht: All das sind Beispiele für so genannte Parasomnien, für ungewöhnliche und unerwünschte Verhaltensweisen oder Erlebnisse, die während des Schlafs auftreten können - häufiger bei Kindern bis zur Pubertät, aber auch bei einem geringen Prozentsatz von Erwachsenen. Das bekannteste, wenn auch bei weitem nicht einzige Beispiel für diese Art von Störung ist das Schlafwandeln. Weniger bekannt sind etwa der "Nachtschreck" oder die Schlaflähmung. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 17. 03. 2026.

    Gestaltung: Sabrina Adlbrecht

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  • Die perfekte Photosynthese
    2026/03/16

    Auf der Suche nach dem schwarzen Blatt

    Wir sehen Wald und Wiese grün, weil Pflanzen das nicht genutzte grüne Licht reflektieren. Würden sie das Sonnenlicht vollständig verwerten, wären sie in unseren Augen schwarz. Energetisch wären schwarze Pflanzen viel nützlicher. Wie weit ist die Forschung mit der künstlichen Fotosynthese, um mehr Kohlenstoff aus der Luft unter die Erde zu verfrachten? Könnte so die Klimaerwärmung gestoppt und das Leben auf unserem Planeten auf lange Sicht gesichert werden? (Übernahme Deutschlandfunk 2026). - Diese Sendung wurde am 16.03. 2026 in Ö1 ausgestrahlt.

    Gestaltung: Michael Lange

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  • Das Ende der Opferthese
    2026/03/12

    40 Jahre "Waldheim-Affäre"

    Anfang März 1986 erschien der erste Artikel im Nachrichtenmagazin "Profil": "Waldheim und die SA". Die folgenden Debatten um die Kriegsvergangenheit des damaligen Bundespräsidentschaftskanditaten Kurt Waldheim veränderten den Blick auf die jüngere Geschichte diametral: Die offizielle Selbstdarstellung Österreichs als Opfer des NS-Regimes ohne jegliche Mitverantwortung an seinen Verbrechen wurde unhaltbar. Waldheims sich verteidigende Aussage von der "Pflichterfüllung" als Soldat machte die Widersprüchlichkeit der österreichischen Geschichtspolitik - zwischen Opfermythos und Gefallenengedächtnis - deutlich. Die "Waldheim-Affäre" markierte die Zäsur im österreichischen Geschichtsbewusstsein um die NS-Vergangenheit. Der Konflikt war allerdings auch Teil einer gesamteuropäischen Entwicklung. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 12. 03. 2026.

    Gestaltung: Rosemarie Burgstaller

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  • Wenn Arbeiter Eigentümer werden (2)
    2026/03/11

    Slowenien: Zur Gegenwart eines Genossenschaftsprojekts

    In Europa sind kleinere und mittelständische Unternehmen in Gefahr. Viele Betriebe schließen, weil sie keinen Nachfolger finden oder die Produktion anderswo günstiger ist. Slowenien meint, eine ungewöhnliche Lösung gefunden zu haben, ein Gesetz über Arbeitnehmergenossenschaften. Es trat mit 1. Jänner 2026 in Kraft und soll es Mitarbeiter/innen erleichtern, ihre Betriebe zu kaufen und genossenschaftlich zu verwalten. In den USA und Großbritannien gibt es bereits ähnliche Gesetze. Der Industrietechnologiebetrieb INEA in Ljubljana ist das erste Pilotprojekt. Wo liegen die Chancen, Herausforderungen und Risiken des Modells? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 11. 03. 2026.

    Gestaltung: Lucia Steinwender und Bartholomäus Laffert

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    25 分